Daten

Erwerbsminderungsrente Statistik: Neuzugänge, Alter, Ablehnungen, Zahlbetrag

Wie viele Menschen bekommen eine Erwerbsminderungsrente, wie alt sind sie, woran scheitern Anträge, und wie viele Renten laufen? Diese Seite sammelt die Zahlen der Deutschen Rentenversicherung für 2015 bis 2024 in vollständigen Tabellen – mit Quelle, Stand und Einordnung.

Redaktion Erwerbsminderungsrente-Rechner.de Aktualisiert am 25. Oktober 2026 10 Min. Lesezeit
Inhalt (7 Abschnitte)
  1. Woher stammen die Zahlen?
  2. Wie viele Anträge werden bewilligt und abgelehnt?
  3. Aus welchen Gründen werden Anträge abgelehnt?
  4. Wie alt sind Menschen beim Zugang, und wie häufig sind psychische Diagnosen?
  5. Wie viele Erwerbsminderungsrenten laufen?
  6. Arbeitsmarktrenten, Widersprüche und Bearbeitungsdauer
  7. Wie Sie die Zahlen richtig lesen
Das Wichtigste in Kürze
  • 2024 standen 181.738 Bewilligungen 161.876 Ablehnungen gegenüber – rechnerisch 47,1 % Ablehnungsanteil, inklusive formaler Ablehnungen (BT-Drs. 21/1792, eigene Summe).
  • Zwei Drittel der Ablehnungen 2024 (110.385, 68,2 %) beruhten auf fehlenden gesundheitlichen Voraussetzungen, 32.848 (20,3 %) auf den versicherungsrechtlichen, 18.570 (11,5 %) auf mangelnder Mitwirkung.
  • Das Durchschnittsalter beim Zugang stieg von 52,1 (Männer) und 51,2 Jahren (Frauen) im Jahr 2015 auf 54,5 und 53,5 Jahre 2024; 42,0 % der Neuzugänge (72.095) hatten eine psychische Störung als Hauptdiagnose.
  • Ende 2024 liefen 1.744.774 Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit (1.669.276 voll, 75.498 teilweise); 19.397 Renten gingen 2024 als Arbeitsmarktrenten zu.

Die Statistik der Deutschen Rentenversicherung zeigt für 2024: 181.738 Bewilligungen und 161.876 Ablehnungen von Anträgen auf Erwerbsminderungsrente (rechnerisch 47,1 % Ablehnungsanteil), ein Durchschnittsalter beim Zugang von 54,5 (Männer) und 53,5 Jahren (Frauen), 42,0 % psychische Störungen als Hauptdiagnose und 1.744.774 laufende Renten am Jahresende (BT-Drs. 21/1792, Stand 24.10.2026).

Woher stammen die Zahlen?

Die Daten dieser Seite stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Aktuelle Entwicklungen bei der Erwerbsminderungsrente“ (BT-Drs. 21/1792 vom 23. September 2025). Das Bundesarbeitsministerium hat darin Zahlen der Statistik der Deutschen Rentenversicherung für die Jahre 2015 bis 2024 zusammengestellt, aufgeschlüsselt nach den drei Trägergruppen DRV Bund, DRV Regionalträger und DRV Knappschaft-Bahn-See. Wir haben die Träger zu Summen zusammengefasst und, wo es sinnvoll ist, Anteile berechnet. Summen und Anteile sind eigene Rechnung auf Basis der Primärquelle, die Rohdaten stehen im Tabellenanhang der Drucksache. Der Rentenversicherungsbericht 2025 (BT-Drs. 21/3080) ergänzt die Durchschnittsbeträge (siehe Durchschnittliche Erwerbsminderungsrente).

Zwei Hinweise vorweg. Die Antragszahlen beziehen sich laut Drucksache auf reguläre Anträge, nicht auf fingierte Anträge aus Rehabilitationsverfahren (§ 116 Abs. 2 SGB VI) und nicht auf Weiterzahlungsanträge – die Tabellen zu Bewilligungen und Ablehnungen enthalten dagegen „Neuanträge und Sonderfälle“ einschließlich der Sonderfälle nach § 116 Abs. 2. Und: Die Zahl der Ablehnungen ist keine amtliche „Ablehnungsquote“, sondern unsere Rechnung aus Bewilligungen und Ablehnungen; formale Ablehnungen sind enthalten. Beides ist bei Vergleichen mit Zahlen aus Zeitungen zu beachten.

Wie viele Anträge werden bewilligt und abgelehnt?

Anträge auf Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit: effektive Antragszugänge, Bewilligungen und Ablehnungen (Neuanträge und Sonderfälle), alle Träger zusammen; Statistik der Deutschen Rentenversicherung, BT-Drs. 21/1792 (Tabellen zu Frage 11 und 15), Summen und Anteil eigene Rechnung; abgerufen 24.10.2026.
JahrEffektive AntragszugängeBewilligungenAblehnungenAblehnungsanteil (rechnerisch)
2015355.813188.151147.00543,9 %
2016358.291187.603150.75244,6 %
2017350.547177.059147.97445,5 %
2018342.294176.521148.60745,7 %
2019369.499169.170142.63545,7 %
2020350.844184.973153.80545,4 %
2021351.556174.825143.98045,2 %
2022338.014172.832145.25145,7 %
2023345.775172.888149.56846,4 %
2024360.482181.738161.87647,1 %

Anträge auf Erwerbsminderungsrente 2024: Bewilligungen und Ablehnungen

Anzahl Anträge (Neuanträge und Sonderfälle), Statistik der Deutschen Rentenversicherung; Ablehnungen inklusive formaler Ablehnungen

0100k200k300k181.738Bewilligungen161.876Ablehnungen

BT-Drs. 21/1792 (23.09.2025), Tabellenanhang; eigene Summe der Träger. Rechnerischer Ablehnungsanteil 47 %. Stand 24.10.2026.

Die Zahl der Bewilligungen schwankte zwischen 169.170 (2019) und 188.151 (2015); 2024 lag sie bei 181.738. Die Ablehnungen stiegen im selben Zeitraum von 147.005 auf 161.876, der rechnerische Ablehnungsanteil damit von 43,9 % auf 47,1 %. Das ist ein Anstieg von 3,2 Prozentpunkten in neun Jahren; die Statistik nennt keine Ursache. Auffällig ist, dass der Anteil überwiegend stieg; Rückgänge gab es nur 2020 und 2021. Welche Rolle das für Ihren Antrag spielt, lässt sich aus der Statistik nicht ableiten; sie ist eine Gesamtbetrachtung, keine Prognose im Einzelfall.

Aus welchen Gründen werden Anträge abgelehnt?

Die Statistik unterscheidet drei Ablehnungsgründe: fehlende gesundheitliche Voraussetzungen, nicht erfüllte versicherungsrechtliche Voraussetzungen (Wartezeit, Pflichtbeiträge) und mangelnde Mitwirkung. Die Tabelle zeigt die Entwicklung. Die Spalte „Übrige“ ist die Differenz zur Gesamtzahl der Ablehnungen; sie lag 2015 bis 2018 bei rund 5.600 bis 6.200 Fällen und ab 2019 bei weniger als 100. Ob eine geänderte Zuordnung dahintersteckt, nennt die Drucksache nicht.

Ablehnungen nach Grund (Neuanträge und Sonderfälle), alle Träger zusammen; Statistik der Deutschen Rentenversicherung, BT-Drs. 21/1792 (Tabellen zu Frage 17), Summen und Anteile eigene Rechnung; abgerufen 24.10.2026.
JahrAblehnungen insgesamtGesundheitliche VoraussetzungenAnteilVersicherungsrechtliche VoraussetzungenAnteilMangelnde MitwirkungAnteilÜbrige
2015147.005100.78468,6 %28.15819,2 %11.9108,1 %6.153
2016150.752103.08068,4 %28.94519,2 %12.5358,3 %6.192
2017147.974100.41267,9 %28.68719,4 %13.2449,0 %5.631
2018148.607100.16467,4 %29.51319,9 %13.2728,9 %5.658
2019142.63593.76165,7 %34.99824,5 %13.8009,7 %76
2020153.805106.50769,2 %32.97321,4 %14.2429,3 %83
2021143.98098.42568,4 %30.00120,8 %15.48410,8 %70
2022145.25198.88068,1 %29.33820,2 %16.97411,7 %59
2023149.568101.68968,0 %30.85520,6 %16.98111,4 %43
2024161.876110.38568,2 %32.84820,3 %18.57011,5 %73

Die gesundheitliche Beurteilung ist über zehn Jahre stabil für rund zwei Drittel der Ablehnungen verantwortlich (65,7 % bis 69,2 %). Der Anteil der versicherungsrechtlichen Ablehnungen sprang 2019 von 19,9 auf 24,5 % und liegt seitdem um 20 bis 21 %. Am stärksten gewachsen ist die mangelnde Mitwirkung: von 11.910 Fällen (8,1 %) im Jahr 2015 auf 18.570 (11,5 %) im Jahr 2024. Wer die Mitwirkungspflichten im Verfahren ernst nimmt – Unterlagen einreichen, Termine wahrnehmen –, kann diesen Ablehnungsgrund vermeiden. Mehr zum Verfahren: Erwerbsminderungsrente abgelehnt und Drei oder sechs Stunden täglich.

Wie alt sind Menschen beim Zugang, und wie häufig sind psychische Diagnosen?

Neuzugänge in Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit mit der Hauptdiagnose „Psychische Störungen“ (Anzahl und Anteil) und Durchschnittsalter beim Zugang; Statistik der Deutschen Rentenversicherung, BT-Drs. 21/1792 (Tabellen zu Frage 7 und 9); abgerufen 24.10.2026.
JahrZugänge mit psychischer StörungAnteil an allen ZugängenØ Alter MännerØ Alter Frauen
201574.23442,6 %52,151,2
201674.46842,8 %52,151,2
201771.30343,0 %52,451,4
201871.67142,7 %52,751,6
201967.32141,7 %53,252,1
202072.99041,5 %53,752,8
202169.14841,7 %54,153,1
202269.29742,3 %54,353,5
202368.70341,8 %54,553,6
202472.09542,0 %54,553,5

Zwei Trends fallen auf. Der Anteil psychischer Störungen blieb zwischen 41,5 % und 43,0 % nahezu konstant; in den zehn Jahren zusammen waren es 711.230 Neuzugänge. Das Alter beim Zugang stieg dagegen um mehr als zwei Jahre: bei Männern von 52,1 auf 54,5, bei Frauen von 51,2 auf 53,5 Jahre. Der Anstieg passt zur schrittweisen Verlängerung der Zurechnungszeit und zur Anhebung der Regelaltersgrenze; die Statistik nennt dazu keine Begründung, die Zusammenhänge sind unsere Vermutung.

Zugangsalter nach Diagnosegruppe 2024

Die Statistik schlüsselt das Zugangsalter nach Diagnosegruppen auf (Tabelle zu Frage 10). Die Spaltenüberschriften der Drucksache lauten: Skelett/Muskeln/Bindegewebe, Herz/Kreislauf, Stoffwechsel/Verdauung, Neubildungen, Psychische Störungen, Atmung, Nerven/Sinne, Haut, Sonstige/keine Aussage möglich.

Durchschnittliches Alter in Jahren beim Zugang in Erwerbsminderungsrenten nach Diagnosegruppe und Geschlecht, 2024; Statistik der Deutschen Rentenversicherung, BT-Drs. 21/1792 (Tabelle zu Frage 10, Zuordnung der Spalten nach der Kopfzeile der Drucksache); abgerufen 24.10.2026.
DiagnosegruppeMännerFrauen
Skelett, Muskeln, Bindegewebe58,156,7
Herz und Kreislauf57,355,8
Stoffwechsel, Verdauung54,853,7
Neubildungen56,655,0
Psychische Störungen52,552,9
Atmung58,358,0
Nerven, Sinne53,550,7
Haut54,754,7
Sonstige / keine Aussage möglich50,050,2

Die Tabelle zeigt, dass psychische Störungen im Schnitt früher zum Rentenzugang führen (52,5 und 52,9 Jahre) als Erkrankungen des Bewegungsapparats oder der Atmung (rund 56,7 bis 58,3 Jahre). Das ist eine Statistik über Rentenzugänge, keine Aussage über das Risiko einzelner Berufe oder Personen. Dieses Portal fragt Sie nicht nach Gesundheitsdaten.

Die zehn häufigsten Krankheitsbilder außer psychischen Störungen

Die zehn häufigsten Krankheitsbilder beim Zugang zur Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit im Zeitraum 2015 bis 2024 (ohne psychische Störungen), Anzahl und Anteil; Statistik der Deutschen Rentenversicherung, BT-Drs. 21/1792 (Tabelle zu Frage 8); abgerufen 24.10.2026.
Krankheitsbild (Bezeichnung der Statistik)Zugänge 2015–2024Anteil
Zerebrovaskuläre Krankheiten74.7594,4 %
Sonstige Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens66.9904,0 %
Allgemeinsymptome59.9483,6 %
Bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane52.3823,1 %
Chronische Krankheiten der unteren Atemwege47.3152,8 %
Arthrose41.0032,4 %
Bösartige Neubildungen der Atmungsorgane und sonstiger intrathorakaler Organe39.4752,3 %
Bösartige Neubildung der Brustdrüse35.7382,1 %
Demyelinisierende Krankheiten des Zentralnervensystems30.8061,8 %
Sonstige Formen der Herzkrankheiten28.4281,7 %

Die Krankheitsbilder sind in der Statistik fein gegliedert; deshalb liegt jedes einzelne unter 5 %, während die Sammelgruppe der psychischen Störungen 42 % erreicht. Wer die Zahlen vergleicht, sollte das Aggregationsniveau beachten.

Wie viele Erwerbsminderungsrenten laufen?

Rentenbestand an Erwerbsminderungsrenten nach dem SGB VI jeweils zum 31. Dezember, alle Träger und Geschlechter zusammen; Statistik der Deutschen Rentenversicherung, BT-Drs. 21/1792 (Tabelle zu Frage 1), Summen eigene Rechnung; abgerufen 24.10.2026.
JahrRenten wegen teilweiser ErwerbsminderungRenten wegen voller ErwerbsminderungZusammen
2015101.0541.673.0401.774.094
201697.1821.703.8691.801.051
201798.1631.715.4581.813.621
201897.0821.717.8041.814.886
201991.8251.715.1021.806.927
202091.9111.721.3661.813.277
202187.5441.716.7101.804.254
202282.3021.703.7061.786.008
202378.4631.679.1951.757.658
202475.4981.669.2761.744.774

Der Bestand blieb mit 1,74 bis 1,81 Millionen Renten annähernd konstant. Die Zahl der vollen Renten schwankte um 1,7 Millionen, die der teilweisen Renten ist seit 2015 um 25,3 % gesunken (von 101.054 auf 75.498). Ein Grund dafür dürfte die auslaufende Berufsschutzregelung sein (2015: 6.105 Zugänge, 2024: 1.652; siehe Erwerbsunfähigkeitsrente), eine Begründung nennt die Statistik aber nicht. Der Anteil der Frauen unter den vollen Renten ist hoch: 2024 waren es 915.962 Frauen und 753.314 Männer.

Arbeitsmarktrenten, Widersprüche und Bearbeitungsdauer

Weitere Kennzahlen aus derselben Quelle: Die Zahl der zugegangenen arbeitsmarktbedingten vollen Renten sank von 24.151 (2015) auf 19.397 (2024); die Einzelheiten stehen auf der Seite Arbeitsmarktrente. Gegen Ablehnungen legten Versicherte in großer Zahl Widerspruch ein: 2024 wurden 83.134 Widersprüche erledigt (2021: 81.641). Die Erfolgsquote, gemessen am Anteil aller erledigten Widersprüche, betrug 2024 bei der DRV Bund 47,0 % (2021: 42,3 %). Bei den DRV-Regionalträgern lag sie zwischen 8,5 % (Schwaben) und 32,4 % (Rheinland-Pfalz), bei der Knappschaft-Bahn-See bei 8,6 %. Der Unterschied zwischen den Trägern ist groß; die Drucksache erklärt ihn nicht. Wie ein Widerspruch abläuft, steht allgemein auf Widerspruch gegen die Ablehnung der Erwerbsminderungsrente.

Die Laufzeit erledigter Neuanträge (ohne Sonderfälle) lag 2024 bei der DRV Bund bei 129 Tagen (2020: 188), bei der Knappschaft-Bahn-See bei 101 Tagen und bei den Regionalträgern zwischen 111 Tagen (Nordbayern) und 181 Tagen (Mitteldeutschland). Von den Weiterzahlungsanträgen lehnten die Regionalträger 2024 4,0 %, die DRV Bund 0,4 % und die Knappschaft-Bahn-See 2,1 % ab. Weitere Details und Einordnungen zum Zahlbetrag finden Sie auf der Seite Durchschnittliche Erwerbsminderungsrente.

Wie Sie die Zahlen richtig lesen

  • Gesamtstatistik, keine Prognose. Dass 47,1 % der entschiedenen Anträge 2024 abgelehnt wurden, sagt nichts über Ihren Antrag. Entscheidend sind Versicherungsverlauf und Leistungsvermögen.
  • Anträge und Renten sind verschiedene Größen. Antragszahlen, Bewilligungen und Rentenzugänge werden unterschiedlich abgegrenzt (Sonderfälle, Änderungen der Leistungsart, Weiterzahlungsanträge).
  • Primärquelle zählt. Wo andere Quellen (Presse, Ratgeber) abweichende Prozentzahlen nennen, lohnt der Blick in die Drucksache und in den Rentenversicherungsbericht.
  • Aktualisierung. Der nächste Rentenversicherungsbericht (Ende 2026) bringt Zahlen für 2025; bis dahin gilt der Stand dieser Seite.

Was die Zahlen für Ihre eigene Absicherung bedeuten, lässt sich ohne Gesundheitsangaben prüfen: Der EM-Renten-Rechner rechnet Ihre gesetzliche Rente und die Lücke zum Netto aus, der EM-Lücken-Check liefert die Schnellschätzung in einer Minute. Der Überblick zum Thema steht auf der Seite Erwerbsminderungsrente: Überblick. Die Lücke, die dabei sichtbar wird, lässt sich mit einer privaten BU schließen; je früher der Abschluss, desto günstiger und einfacher ist er in der Regel.

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Daten verwenden: Tabelle 1 (CSV) · Tabelle 2 (CSV) · Tabelle 3 (CSV) · Tabelle 4 (CSV) · Tabelle 5 (CSV) · Tabelle 6 (CSV). Zitiervorschlag: „Erwerbsminderungsrente Statistik: Neuzugänge, Alter, Ablehnungen, Zahlbetrag“, Erwerbsminderungsrente-Rechner.de, Stand 25. Oktober 2026, https://erwerbsminderungsrente-rechner.de/daten/statistik/

Häufige Fragen

Wie viele Menschen beziehen eine Erwerbsminderungsrente?

Zum 31. Dezember 2024 liefen 1.744.774 Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit: 1.669.276 wegen voller und 75.498 wegen teilweiser Erwerbsminderung (Statistik der Deutschen Rentenversicherung, BT-Drs. 21/1792, Summen aus dem Tabellenanhang). 2015 waren es 1.774.094.

Wie hoch ist die Ablehnungsquote bei der Erwerbsminderungsrente?

2024 standen 181.738 Bewilligungen 161.876 Ablehnungen gegenüber; das entspricht rechnerisch 47,1 % Ablehnungsanteil an den Entscheidungen. Darin sind formale Ablehnungen (etwa fehlende Mitwirkung) enthalten, die Zahl ist keine offizielle „Ablehnungsquote“ der Rentenversicherung (eigene Rechnung aus BT-Drs. 21/1792).

Wie alt sind Menschen beim Zugang in die Erwerbsminderungsrente?

Im Durchschnitt 54,5 Jahre bei Männern und 53,5 Jahre bei Frauen (2024). 2015 lagen die Werte bei 52,1 und 51,2 Jahren. Nach Diagnosegruppen unterscheidet sich das Alter: Psychische Störungen führen im Schnitt früher zur Rente (rund 52 bis 53 Jahre) als Krankheiten des Bewegungsapparats oder der Atmung (rund 57 bis 58 Jahre).

Welche Erkrankungen führen am häufigsten zur Erwerbsminderungsrente?

Psychische Störungen: 72.095 Neuzugänge 2024, das sind 42,0 % (Statistik der Deutschen Rentenversicherung, BT-Drs. 21/1792). Danach folgen in der Zehn-Jahres-Auswertung 2015 bis 2024 zerebrovaskuläre Krankheiten (4,4 %), sonstige Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens (4,0 %) und Allgemeinsymptome (3,6 %).

Wie viele Anträge auf Erwerbsminderungsrente werden gestellt?

Die Deutsche Rentenversicherung spricht von rund 350.000 Anträgen pro Jahr; die Statistik weist für 2024 360.482 effektive Antragszugänge (Neuanträge und Sonderfälle) aus. Bewilligt oder abgelehnt wurden im selben Jahr 343.614 Anträge, der Rest wurde noch bearbeitet oder anders erledigt.

Wie oft haben Widersprüche gegen die Ablehnung Erfolg?

Bei der DRV Bund 47,0 % der erledigten Widersprüche im Jahr 2024; bei anderen Trägern lagen die Erfolgsquoten zwischen 8,5 % und 32,4 %. Insgesamt wurden 2024 83.134 Widersprüche gegen die Ablehnung einer Erwerbsminderungsrente erledigt (BT-Drs. 21/1792, eigene Summe).

Quellen

  1. Deutscher Bundestag: BT-Drs. 21/1792 – Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage 21/1357 „Aktuelle Entwicklungen bei der Erwerbsminderungsrente“ (Tabellenanhang, Statistik der Deutschen Rentenversicherung) – 23.09.2025, abgerufen 24.10.2026
  2. Deutscher Bundestag: hib 723/2025 zum Rentenversicherungsbericht 2025 (BT-Drs. 21/3080) – 22.12.2025
  3. Deutsche Rentenversicherung: Erwerbsminderungsrente – Das Netz für alle Fälle (7/2026), S. 3, 32 – abgerufen 24.10.2026
  4. § 43 SGB VI – Rente wegen Erwerbsminderung – abgerufen 24.10.2026
Redaktion Erwerbsminderungsrente-Rechner.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente und der Absicherung der Arbeitskraft (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – keine Behörde, keine Rentenversicherung; über Ihren Rentenanspruch entscheidet allein die Deutsche Rentenversicherung. Zu Antrag, Gutachten und Widerspruch bieten die Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung, Sozialverbände und Fachanwälte für Sozialrecht Beratung im Einzelfall. Es werden keine Versicherer oder Tarife empfohlen. Herausgeber: Erwerbsminderungsrente-Rechner.de. Erwerbsminderungsrente-Rechner.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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